Natürlich muss ich mich gleich zu Beginn korrigieren, denn die beste Uhrzeit für die freie Trauung gibt es nicht. Viel wichtiger ist, dass sich das Brautpaar mit seinem Tagesablauf pudelwohl fühlt und nicht allzu gestresst ist.

Deshalb möchte ich dir heute ein paar Möglichkeiten zeigen, wie eine freie Trauung ablaufen kann:

Am Morgen (7 – 10 Uhr)

Für eine Trauung am Morgen sollte das Brautpaar definitiv gerne früh aufstehen. Nach der Trauung könnten statt Sekt, Kaffee, Tee, Kaba und kleine Croissants serviert werden. Dieser Trauungsablauf eignet sich wunderbar für Paare, die zum Beispiel wegen der Kinder nicht zu lange feiern möchten, oder aber für Pärchen, die sich am Tag ihrer Hochzeit ein wenig Zweisamkeit wünschen. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Ja-Wort während der ersten Sonnenstrahlen? Anschließend bleibt genug Zeit, die Gäste zu einem leckeren Sektfrühstück, Brunch oder Mittagessen einzuladen und den Rest des Tages könnte das Brautpaar romantisch zu zweit genießen oder direkt in die Flitterwochen starten. Falls eine Party am selben Tag stattfindet, handelt es sich bei dieser Variante um einen sehr langen und anstrengenden Tag.

Vorteil: Zeit für Zweisamkeit, kinderfreundliche Uhrzeit

Nachteil: sehr frühes Aufstehen.

 

Die klassische Trauung (12 – 16 Uhr)

Die klassische Uhrzeit ist momentan noch die beliebteste. Mal abwarten, ob sich daran irgendwann etwas ändert 🙂. Nach der Zeremonie folgen beispielsweise der Sektempfang, Kaffee und Kuchen, das Abendessen und die Party.

Vorteil: Der Ablauf ist Gästen geläufig.

Nachteil: Gerade bei Fotografen, Musikern und Rednern ist diese Uhrzeit schnell ausgebucht.

 

Am frühen Abend (17 – 19 Uhr)

Der große Vorteil dieser Uhrzeit: Das Brautpaar und die Gäste können ausschlafen und haben trotzdem genügend Zeit, um letzte Vorbereitungen zu treffen. So lässt es sich gemütlich in den Tag starten, zum Beispiel mit einem leckeren Frühstück. Nach der Trauung kann durch den Service direkt der Sekt, Wein oder das Bier serviert werden und das Fingerfood bildet gleichzeitig die Vorspeise und den Start in den Abend.

Vorteil: Die Hochzeit startet ohne Zeitdruck und die Temperaturen gehen zurück.

Nachteil: etwas spät für Kinder

 

Tagesablauf für die freie Trauung planen

Foto: Judith Jakob Photography

Am Abend (20 – 24 Uhr)

Definitiv eine Zeit für Nachteulen. Natürlich könnte das „Come-together“ mit den Gästen schon früher, als schöner Sekt- oder Cocktailempfang, beginnen. Nach dem Motto: Erst gibt es leckeres Essen und dann die Zeremonie fürs Herz. Toll, wenn es draußen schon dunkel ist und der Ort der Trauung romantisch beleuchtet wird. Die Braut trägt ihr Kleid schon von Beginn an oder verschwindet kurz vor der Trauung, um sich umzuziehen. Der Bräutigam kann währenddessen die Gäste zum Ort der Trauung begleiten.

Vorteil: Die Hochzeit startet ohne Zeitdruck, die Temperaturen gehen zurück und Kerzen, Sternwerfer und Co. kommen super zur Geltung.

Nachteil: sehr spät für Kinder, weniger Zeit mit den Gästen

 

Resümee

Du siehst, grundsätzlich ist beim Festlegen der Uhrzeit alles möglich. Um den Tagesablauf zu planen kann es helfen, von hinten nach vorne zu rechnen. Also sich zu fragen: Wann ist das Abendessen geplant und welche Programmpunkte sollen zwischen Trauung und Abendessen stattfinden? Dadurch lässt sich eine grobe Uhrzeit der freien Trauung ermitteln. Und auch ein Planungsgespräch vorab mit dem Fotografen ist empfehlenswert. Hier handelt es sich um Profis, die am besten einschätzen können, wann das Licht für Bilder optimal ist.

Letztlich gibt es nicht die richtige Uhrzeit für die Trauung. Jedes Paar ist unterschiedlich und genau so sollte auch der Tagesablauf gestaltet werden. In jedem Fall lohnt es sich aber über verschiedene Varianten nachzudenken und sich letztlich für die stimmigste zu entscheiden.

Welche Uhrzeit ist dein Favourit? Schreib es mir gerne in die Kommentare.

Deine (Trau-)Lina

 

Ach, und übrigens:

Mehr zum Thema: Die eigenen Wünsche umsetzen findest du HIER,

und die tollen Bilder stammen von Judith Jakob Photography.